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Zwischen Ich und Du – Philosophische Ideen für ein dialogisches Coaching

Workshop mit Dr. Thomas Stölzel

In der Praxis wie in der Reflexion von Coaching-Prozessen ist viel vom anderen, vom sogenannten Coachee die Rede. Seine Fragen, Schwierigkeiten, Situationen sollen verstanden, besprochen, geklärt und am besten gelöst werden. Dabei wird vorausgesetzt, dass sein professionelles Gegenüber, der sogenannte Coach neben Empathie, Prozesswissen und verschiedenen weiterführenden Methoden auch ein kritisches Bewusstsein für die eigene Rolle entwickelt hat. Ist jedoch mit der Akzentuierung der beiden am Coaching beteiligten Personen ihre Interaktion bereits vollständig beschrieben?

Ich möchte in diesem Workshop für eine grundlegende Kategorie sensibilisieren, die oft weit weniger Aufmerksamkeit erhält als die unterschiedlich aufeinander ausgerichteten Welten des Coachs und des Coachees: das Zwischen. Martin Buber hat in seiner Philosophie des Dialogs das Zwischen als „dritte Dimension“ im menschlichen Miteinander beschrieben. Diese Idee Bubers verdient anhand professioneller Erfahrungen überprüft zu werden. Das bedeutet, gemeinsam folgenden Fragen nachzugehen: Wie verändern sich Coaching-Prozesse, wenn diese „dritte Dimension“ in der professionellen Kommunikation bewusst miteinbezogen wird? Welche Auswirkungen hat das jeweilige  Zwischen auf das, was durch ein Coaching erreicht werden soll oder kann? Welche Bedeutung spielt es für das Zustandekommen einer guten, tragfähigen Beziehung? Inwieweit kann die Qualität des Coachings dadurch verbessert werden?

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Anmeldeschluss ist der 24.04.2015.

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Was wirkt im Coaching?

Keynote von Dr. Thomas Bachmann

Viel ist über Wirkfaktoren im Coaching schon geschrieben und geforscht worden. Fast alle Studien bescheinigen Coaching, ein wirksames Angebot zu sein. Kaum ein Unternehmen, eine Organisation, die Coaching nicht auf irgend eine Art und Weise implementiert haben und sich viel davon versprechen. Und auch im privaten Bereich lässt sich der Coachingboom nicht aufhalten. Coaching wird viel zugeschrieben, ist Projektionsfläche für Problemlösungen und Optimierungswünsche aller Art, wird als Hoffnungsträger, Geheimwaffe oder Dopingmittel gehandelt. Doch worauf beruht die Wirkung von Coaching? Was passiert da eigentlich? Inwieweit sind Methoden und Tools Wirkungsquellen oder ist es eher die Person des Coaches, die soziale Interaktion in der Coachingbeziehung bzw. der Kontext, indem das Coaching stattfindet? Im Rahmen der Keynote wird diesen Fragen nachgegangen und neben theoretischen Einsichten eine Reihe von überraschenden Fakten aus der Forschung präsentiert.

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Die professionelle Beziehung im Coaching: Der Umgang mit Polaritäten und Paradoxien

Workshop mit Dr. Christoph Schmidt-Lellek

In Professionen wird die Arbeitsleistung in der Interaktion zwischen den beteiligten Personen erbracht, d. h. der Klient ist kein passiver Leistungsempfänger, sondern an dem Prozess und am Erfolg des Geschehens aktiv beteiligt. Deswegen verlangt die Beziehung zwischen Professionellem und Klient eine spezielle Aufmerksamkeit. In dieser Beziehung hat die professionelle Person die Aufgabe, ihr wissenschaftliches Fachwissen für die jeweilige Situation zu übersetzen, um neue Verstehens- und Handlungsoptionen zu ermöglichen. Dies gilt auch für das Coaching. Um die Merkmale einer „dialogischen Beziehung“ im professionellen Kontext des Coachings zu erfassen, werden die darin enthaltenen Polaritäten und Paradoxien erläutert. Dazu zählen Themen wie z. B. die Spannung zwischen Distanz und Nähe, professioneller Funktion und existenzieller Begegnung, Objektivität und Subjektivität, Rationalität und Emotionalität, Wissen und Nichtwissen, Lösungsorientierung und Offenheit für Ungewisses, Bestätigung und Konfrontation, asymmetrische und symmetrische Beziehung sowie das „Paradox der Anerkennung“. Ein Coach muss sich in solchen spannungsreichen Polaritäten situationsangemessen bewegen können. Dazu ist eine systematische Selbstreflexivität erforderlich, die z. B. in eigener Supervision oder in Fortbildungen unterstützt werden kann.

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Anmeldung ab jetzt geöffnet!

Ab jetzt ist es möglich, sich für den 6. Berliner Coachingtag am 08.05.2015 im Soho House Berlin anzumelden.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr für den 6. Berliner Coachingtag  (08.05.2015 – ganztägig, inklusive Verköstigung) beträgt:

  • Normaltarif:
    390,00 €
    (inklusive 19% MwSt.)
  • Aktuelle und ehemalige Ausbildungsteilnehmende der artop-Akademie:
    195,40 €
    (inklusive 19% MwSt.)

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Thema 2015: Coaching zwischen Profession und Methode

Die Coachingszene ist gespalten. Während ein Teil Coaching als eine Form von beziehungsortientierter professioneller Beratung von Menschen mit Führungs- bzw. Managementverantwortung sehen, sind andere der Auffassung, dass Coaching eher ein Tool ist, das von Führungskräften und Beraterinnen/Beratern u.a. zur Erreichung von Zielen eingesetzt werden kann.

Auf dem 6. Berliner Coachingtag im Soho House Berlin wollen wir am 08.05.2015 gemeinsam mit Expertinnen und Experten, Menschen aus der Praxis und Bobachterinnen/Beobachtern der Coachingszene zeigen, wie Coaching als „Beziehungskunst“ auf Basis von Kontakt, Begegnung und Dialog seine Wirkungen entfaltet. Gesehen werden, erleben, fühlen, reflektieren und verstehen im Dialog mit einem kompetenten, absichtslosen Gegenüber sind dabei die Ermöglicher des Neuen und der Veränderung.

In Vorträgen, Workshops und Gesprächen wollen wir zeigen bzw. herausfinden, was eine dialogische Beziehung ist, welche Voraussetzungen für ihr Entstehen wichtig sind, welche Elemente der Beziehungsgestaltung es gibt. Der Tag wird gestaltet durch Workshops und Gespräche mit Dr. Wolfgang Looss (Managementberater, Coach und Gestalttherapeut), Dr. Thomas Stölzel (Coach, Philosoph und Autor), Dr. Christoph Schmidt-Lellek (Coach, Therapeut, Supervisor, Autor und Redakteur) sowie Dr. Thomas Bachmann (Coach, Berater, Coachausbilder und Wissenschaftler).